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Samstag, 21. Oktober 2017 - 19:26 Uhr

Wiedersehen

Donnerstag, 30. Juli 2015 - 07:40 Uhr

Am Wochenende besuchen wir Melbourne – und ich werde mich mit einer ehemaligen Klassenkameradin treffen. Sie hatte nach dem Abitur nach Australien geheiratet. Kürzlich habe ich sie kontaktiert. Ich bin wahnsinnig gespannt! Wir haben uns 38 Jahre nicht gesehen! Ob wir uns wiedererkennen werden? Und überhaupt…


Sorge

Samstag, 04. Juli 2015 - 06:49 Uhr

Mein Mann kaufte kürzlich für mich einen Strauß Rosen. „I hope you are not in trouble“, meinte die Verkäuferin fürsorglich.


Himmlisch

Samstag, 04. Juli 2015 - 06:48 Uhr

Ich stand mit festen Schuhen und Rucksack morgens vor unserem Haus und wartete auf meinen „lift“ zum Wandern. Ein Auto – nicht das auf das ich wartete - bog in unsere Straße ein. „Viel Verkehr heute“! dachte ich. In den Wohngegenden sind die Straßen kaum befahren, auch Fußgänger gibt es selten. Man grüßt jeden, dem man begegnet.

Das Auto wendete und hielt neben mir. Der Fahrer kurbelte die Scheibe herunter. „Hat sich verfahren“ war mein Gedanke! „Are you okay“? kam die Frage „Do you need a ride?“ Mein Gehirn fokussierte mühsam, bis ich ganz erstaunt den Pfarrer unserer Gemeinde erkannte. Er war noch nie bei uns gewesen. Ich erklärte, warum ich da stand und bedankte mich. Er war beruhigt und düste von dannen. 


Krass

Donnerstag, 11. Juni 2015 - 23:57 Uhr

Die Polizei hat die Autofahrer in Canberra aufgefordert, morgens etwas mehr Zeit für den Weg zur Arbeit einzuplanen. Warum? Damit sie Zeit haben, bevor sie losfahren, die Autoscheiben zu enteisen.

Und in den Gärten blühen die Kamelien…


Erkenntnis 2

Mittwoch, 10. Juni 2015 - 03:59 Uhr

Wir werden uns nicht um eine Verlängerung unserer Standzeit in Australien bemühen, obwohl wir uns hier wirklich sehr wohl fühlen. So viele Bekannte und Kontakte hatten wir noch auf keinem Posten.

Aber Australien liegt leider am anderen Ende der Welt und Canberra sowieso. Weiß man doch eigentlich, oder?

Konkret heißt das, Kinder, Familie und Freunde höchstens einmal im Jahr zu sehen – dann, wenn wir in Deutschland sind. Denn besucht haben uns bisher nur die Kinder. Und auch für sie war es nicht einfach. Die Reise ist anstrengend - in der Regel 30 Std von Haus zu Haus – es ist die Zeitverschiebung zu verdauen und die Umkehr der Jahreszeiten. Wer will schon in den Winter fliegen, wenn er das ganze Jahr auf den Sommer gewartet hat? Die Reise ist außerdem teuer und man braucht schon drei, besser vier Wochen Urlaub, damit sich der Aufwand lohnt.

 Na klar kann man telefonieren und skypen. Aber man muss sich immer verabreden. Der Zeitunterschied beträgt je nach Jahreszeit 8 oder 10 Stunden. Spontaner Austausch ist da schwierig.

Viele Expatfrauen haben die gleiche Erfahrung gemacht und mir gesagt, sie seien nach drei oder vier Jahren mehr als bereit, in die Nähe von Familie und Freunden zurückzukehren


Erkenntnis 1

Mittwoch, 10. Juni 2015 - 03:57 Uhr

Mit Schreiben unterwegs zu sein finde ich nicht einfach. Es ist das Marketing, das mir schwer fällt. Ideen anbieten und verkaufen. Und fehlt mir der konkrete Leser, weil ich nicht für einen Auftrag schreibe sondern Spannendes für mich sammle, fließen die Texte oft mühsam.

Vielleicht wäre es einfacher, sich unabhängig zu machen und einen Roman zu schreiben?

 Also hab ich mir kürzlich Unterlagen für einen Kurs im Romaneschreiben zusenden lassen, obwohl ich nicht so der Fantasietyp - während meiner Kreativschreibkurse ist es mir nicht einmal gelungen, für eine Kurzgeschichte jemanden sterben zu lassen, dabei lese ich mit Hingabe Krimis!

 Schreiben wurde in dem Informationsmaterial mit Malen verglichen. Man braucht nicht nur Talent und Vorstellungsvermögen, sondern auch Handwerk und vor allem jahrelange Übung. Wie ein Künstler, der etliche Skizzen macht, bevor ein Bild entstanden ist! Das leuchtete mir total ein! Und dann kommt auch dort anschließend das Vermarkten.

Seit bald fast 15 Jahren bin ich in meinem jetziges Genre unterwegs. Ich habe unzählige Artikel geschrieben und jedes Mal dabei gelernt– nein, keine Lust nochmal völlig von vorne zu beginnen.

Dann also das Marketing trainieren. Es gibt wohl kein Drumherum…..

 


Culling

Mittwoch, 03. Juni 2015 - 02:58 Uhr

Ein Schild mit dem Wort „Culling“ haben wir bei unserem letzten Bushwalk in den Waniassa Hills von Canberra gesehen. Es ist ein Terminus aus der Tierzucht und bedeutet dass Aussondern von Tieren, die den Zuchtkriterien nicht entsprechen.

Peter, Mitglied unserer Wandergruppe und Biologe, erklärte mir, dass in Canberra gerade Kängurus dezimiert (geschossen) werden. Die großen haben in und um Canberra überhand genommen. Durch neugeschaffene Parks und Wiesen sowie durch das Anlegen von Wasserreservoirs sind deren Lebensbedingungen  paradiesisch geworden. Wir sehen beim Wandern oft große Herden.

Die Wallabys allerdings, die kleineren Känguruarten, sind vom Aussterben bedroht! Warum? Vor allem Füchse machen ihnen zu schaffen. Die Briten haben diese einst für die Jagd eingeführt.


P.O.S.H.

Montag, 01. Juni 2015 - 03:58 Uhr

Das Wort „posh“ heißt im heutigen Sprachgebrauch, „schick“ oder auch „upper class “. Es stammt angeblich aus der Seefahrt: „Port Out Starboardt Home“. Das waren die Kabinen, die auf dem Weg über den Indischen Ozean und zurück (nach Hause) auf der der Sonne abgewandten und daher weniger heißen Seite des Schiffes lagen. Die waren teurer, die leisteten sich die Bessergestellten!

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