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Samstag, 21. Oktober 2017 - 19:29 Uhr

Inselwelt

Montag, 21. Oktober 2013 - 15:12 Uhr

Der gesamte Umzug ist im Haus - aber alles irgendwo. Alles braucht einen neuen Platz. Lebensnotwendig für jemanden wie mich, der Systematik liebt und sich erst wieder wohlfühlt, wenn alles einfach da ist, wo es hingehört.

Es gibt unendlich viel zu räumen….

Ich schaffe mir „Inseln“. Je nachdem, wonach mir ist, arbeite ich punktuell und versuche den Rest drum herum zu ignorieren: am Schreibtisch, im Badezimmer, in der Küche. Jeden Tag werden die geputzten Bereich etwas größer, ich ordne hier ein wenig und sortiere dort eine Schublade ein – bis sich irgendwann hoffentlich alles wunderbar verbindet. Ich werde berichten, wenn das eintritt… (Susanne)


Balsam für die Seele

Freitag, 18. Oktober 2013 - 16:43 Uhr

Der zweite Umzugstag war geradezu himmlisch. Zwei nette australische Ladies kamen morgens, brachten mir Blumen mit und fragten höflich, welche Arbeit zu tun sei. Sie waren das Auspackteam. Alle Kartons wurden vorsichtig geöffnet, der Inhalt ausgewickelt, und nach meinen Wünschen in die Schränke geräumt oder aufgestellt. Netterweise erledigten sie auch einiges, das die Männer am Tag vorher „übersehen“  hatten.

Die Spedition ist hier üblicherweise nur für das Ausladen zuständig. Wer seine Möbel nicht selber auspacken und zusammenschrauben möchte, der muss das extra bestellen. Und dann wird auch nur das gemacht – mehr oder weniger bereitwillig, wie ich ja feststellen konnte.

Wer auch Gläser, Geschirr, Bücher und alles, was einen Haushalt sonst noch ausmacht, ausgepackt haben möchte, bestellt zusätzlich und hat dann unter Umständen das Glück, meinen beiden netten Damen zu begegnen. Die in ganz Australien vertretene Firma nennt sich „ The Finishing Touch“. Ich war richtig traurig, als sie mit ihrer Arbeit fertig waren. (Susanne)

 


Sendepause

Freitag, 11. Oktober 2013 - 11:58 Uhr

Wir ziehen aus dem Hotel ins Haus. Dort muss erst Internet installiert werden. Ich bin jetzt leider erst mal nicht mehr online. (Susanne)


Kraftakt

Freitag, 11. Oktober 2013 - 11:57 Uhr

Wir haben ein Haus gefunden!

Als erstes hieß das: Vom Kühlschrank über Putzmittel, Abfalleimer und Klobürsten, Besen auch eine Sitzgarnitur und gefühlt hundert weitere Haushaltsgegenstände erstehen. Ich hatte außerdem in einem Baumarkt einen Kurzlehrgang über australische Schrauben und Dübel.

Gestern kam unser Container aus Sydney, unser Umzugsgut wurden ausgeladen, die Möbel anschließend aufgebaut. Ein langer, anstrengender und unerfreulicher Tag. Drei nicht sehr kompetente Packer mit asiatischen Wurzeln versuchten sich mit unseren deutschen Möbeln. Ihr Lieblingsspruch in schlechtem Englisch: das geht nicht, hier fehlen Schrauben usw. Wenn man natürlich die Sachen nicht auspackt, findet man auch nichts…. Und wir hatten ziemlich unterschiedliche Vorstellungen davon, was komplett aufgebaut heißt.

 Morgen geht’s mit Auspacken weiter. Dafür ist hier üblicherweise ein anders Team zuständig. Das könnte ja auch eine Chance sein…. (Susanne)


Augenblicke

Samstag, 05. Oktober 2013 - 13:07 Uhr

Gestern war ich bei einem Treffen von Expatriates am südlichen Rand von Canberra. Draußen hat es gegraupelt.

Kürzlich bekam ich einen schönen Blumenstrauß. Ich bat an der Hotelrezeption um eine Vase. Mir wurde freundlichst versichert, sie werde aufs Zimmer gebracht. Ich habe bis heute keine. Es ist nicht einfach festzustellen, wann ja ja bedeutet und wann nein.

Vom Balkon unseres Hotelzimmers blicke ich auf Häuser mit Gärten, ruhige Straßen und einen weiten Himmel. Ich schaue auf: über mir im Baum sitzen zwei Papageien. Ich bin tatsächlich in Australien. (Susanne)


Nachsicht

Mittwoch, 02. Oktober 2013 - 09:38 Uhr

Ich musste übrigens in den letzten Tagen öfter an unsere Gespräche über unterschiedliche Kulturen denken und vor allem an Deine Erlebnisse aus NewYork: auch hier wird man in Geschäften immer sehr überschwänglich freundlich begrüßt –das macht mich echt verlegen und  geht mir manchmal auf die Nerven. Vor allem, wenn klar wird, wie einstudiert das ist. Als ich bei meiner Anreise in Sydney durch die Sicherheitskontrolle für den Abflug nach Canberra ging, begrüßte mich eine junge Frau vom Flughafen  strahlend mit „How are you today“. Als ich ihr sagte, nicht gut, fiel ihr das Lächeln aus dem Gesicht. Ich sah nach 60 Stunden Reise und mit einem schmerzenden und verletzten Arm in einer Schlinge sicher nicht sehr proper aus. Außerdem hatte ich gerade vor ihrer Nase mit viel Mühe mit einem Arm meinen Laptop aus dem Handgepäck gewurschtelt und wieder verstaut. Sie hatte überhaupt nicht hingeguckt. Dann blickte sie auf meinen Arm, sage „ sorry“ strahlte wieder und meinte so ungefähr, ein verletzter Arm wäre ja besser als ein verletzter Kopf..  (Susanne) 


Einsicht

Mittwoch, 02. Oktober 2013 - 09:37 Uhr

Ich genieße es, wie nett und hilfsbereit die Leute hier sind. Gestern war ich in einer Apotheke, um mir für mein schmerzendes Handgelenk eine Bandage zu holen. Die junge Verkäuferin hat mich erst in aller Ruhe angehört, dann mein Handgelenk vermessen und mir anschließend eine Bandage empfohlen. Obwohl ich an dem Tresen für „Rezepte“ stand. Eine Frau hinter mir mit Rezept hat in aller Ruhe gewartet, bis ich fertig war. Das Verhalten habe ich mir jetzt zum Vorbild genommen – als ungeduldige Deutsche. (Susanne)


Wolken gucken?

Mittwoch, 02. Oktober 2013 - 09:34 Uhr

Graue Zone, bewölkt ... aber wer liebt es nicht, in den Himmel zu schauen, und den Wolken dabei zuzusehen, wie sie sich verändern?! Alles was Du brauchst ist Zeit und die Erlaubnis, sie Dir zu nehmen - siehe Deine eigenen Worte in unserem Buch :-) (Anke)

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