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Samstag, 21. Oktober 2017 - 19:31 Uhr

Grauzone

Mittwoch, 02. Oktober 2013 - 09:31 Uhr

Ich merke mal wieder: Ich bin ein Mensch, der gerne seine Ordnung hat und ich hasse es, Dinge zu suchen. In dieser Hinsicht bin ich momentan echt gestresst: viele meiner Unterlagen befinden sich im Koffer, in Kisten oder im Umzug. Ich find nicht wirklich was wieder und habe ein ziemliches Chaosgefühl hier im Hotel. Da winkt doch wohl die neutrale Zone von William Bridges: das Alte ist nicht mehr da, das Neue noch nicht und ich bin mittendazwischen. Ich habe sie für mich übrigens graue Zone genannt – die alten Farben sind verblasst, neue gibt’s noch nicht – eine Grauzone. Gerade bläht sie sich fett auf. Wie schön war mein ordentliches Arbeitszimmer in Berlin, wo alles seinen Platz hatte. (Susanne)


F├╝hlt sich an wie... die falsche Seite

Dienstag, 01. Oktober 2013 - 20:27 Uhr

Hallo Anke, heute ist es kalt und stürmt wie an der Ostsee! Anfühlen tut es sich wie Fön in München mit Kopfweh und Müdigkeit - nur in kalt. Da hab ich gedacht, ich schreib Dir mal wieder.

Ich bin hier wirklich gut aufgenommen worden. Wie Du ja weißt, habe ich eine frühere Freundin wiedergetroffen- ihr Mann ist auch nach Canberra entsandt.  Sie hat mich schon ganz viel herumgefahren und gestern haben wir einen sehr schönen Ausflug gemacht. So kann ich mich passiv an das Autofahren auf der „falschen“ Seite gewöhnen.  (Susanne)


Liebe Anke, endlich Hallo aus der Ferne

Sonntag, 29. September 2013 - 17:48 Uhr

Heute habe ich tatsächlich die technischen Hindernisse überwunden - was mich einigen Mut gekostet hat. Ich bin eben kein "digital native"...

Im Gegensatz zu Dir hatte ich noch gar keine Zeit, traurig zu sein. Alles - die neue Umgebung, die neuen Eindrücke, das Leben hier an sich  -  fordert meine ganze Aufmerksamkeit. Abends sinke ich erschöpft ins Bett. Wenn es mir zu viel wird, nehme ich mir eines meiner  Bücher, die ich mitgebracht habe. Vielleicht haben es die Daheimgebliebenen dagegen erst einmal  schwerer: der andere ist einfach weg, hinterlässt eine Lücke im ganz normalen Alltag.

Auf dem Flug von Sydney nach Canberra saß ich neben einem sehr netten und gesprächigen junge Australier, der zu seiner Freundin flog. Er sagte mir, in Canberra könne er nie leben. Erst einmal wäre es dort immer etliche Grade kälter als in Sydney und also schon vom Wetter her inakzeptabel. Eine Woche wäre er einmal zu Besuch gewesen. Nach 3 Tagen habe er alles gesehen gehabt, die nächsten 4 Tage habe er sich gelangweilt. Im Übrigen würde man sich in Canbrra ständig verfahren und das Internet hätte eine Geschwindigkeit wie in manchem Drittweltland.  "Susanne", habe ich mir gesagt: " herzlich willkommen im  neuen Leben".

Ob sich die Vorhersagen bewahrheiten, werde ich herausfinden....

Susanne


Die Trauer der anderen

Freitag, 20. September 2013 - 10:16 Uhr

Susanne, Du bist am Dienstag ins Flugzeug nach Australien gestiegen. Es ist ein komisches Gefühl, so eng zusammen gearbeitet zu haben, ein Buch zusammen verfasst zu haben, und nun so weit voneinander entfernt zu sein...

Anke

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