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Samstag, 21. Oktober 2017 - 19:36 Uhr

Ausblick

Donnerstag, 23. Juni 2016 - 02:44 Uhr

Vor wenigen Tagen habe ich mich lange mit einen mitausreisenden Partner unterhalten. Die Familie kehrt nächstes Jahr nach Hause zurück. Er ist auch Jurist und Autor. Schon jetzt knüpft er Kontakte und überlegt, wie es in einem Jahr beruflich für ihn weitergehen könnte. Er hat mich auf neue Iden gebracht. Und er hat angeboten, für mich Kontakte herzustellen. Awesome.


Abschiedsgeschenk 1

Freitag, 17. Juni 2016 - 23:29 Uhr

Die Hauptstraße von Bundanoon besteht aus sechs Geschäften, zwei Cafés, einem Chinesischen Restaurant und einem Bahnübergang. An diesem frostigen, klaren Freitagnachmittag beginnt es bereits gegen 17.00 Uhr zu dämmern. Das Dorf ist wie ausgestorben - bis meine Freunde und ich die Tür zur Memorial Hall öffnen. Wärme und Licht fluten uns entgegen, Menschen bewegen sich fröhlich zu Livemusik. Das Folkstanzfetival „Bush Traditions“ findet seit 8 Jahren an diesem langen Wochenende im Juni statt. Die Besucher kommen aus Sydney, Canberra, Melbourne, Brisbane und Newcastle in dieses Dorf knapp drei Autostunden von Canberra entfernt, um alte und neu geschriebene Tänze zu lernen. Der kleine Ort in den Southern Highlands von New South Wales verwandelt sich für vier Tage in ein Tanzparadies. Jeden Tag gibt es elf Tanzworkshops - Bush Dancing, Walzer, Irish, Schottisch, Englisch, Kontra, Morris, Blues, Ballroom, Playford, estonische, skandinavische, bayerische Tänze. Jeden Abend werden einige davon gemeinsam in der Memorial Hall getanzt. Am Sonntag Abend, zum „Bush Ball“, spielten diesmal 15 Musiker gemeinsam auf. Denn es geht auch darum, die traditionellen australischen Weisen zu bewahren.

Ein wunderbares Aussie-Erlebnis, das ich mir zum Abschied geschenkt habe. Awesome (fantastisch).


Lucky me?

Donnerstag, 16. Juni 2016 - 03:52 Uhr

„Ihr zieht weiter auf einen neuen spannenden Posten und wir bleiben hier zurück“, sagte kürzlich eine Bekannte bedauernd während eines Abschiedsessens.

Lucky me?

Trotz der Freude auf den neuen Postens bin ich momentan recht dünnhäutig. Warum?

Es ist nicht nur der Abschied von den Menschen und der Stadt, in der ich mich so wohl gefühlt habe. Es ist auch die Aussicht auf den Verlust meines kompletten bisherigen Lebens: der Tanzgruppen, der Wandergruppen, aller Kreise, in denen ich mich hier bewegt habe, in denen ich bekannt und geschätzt war, der Arbeit, die mich erfüllt hat.

Ich fühle mich wie ein Musikinstrument ohne Resonanzkörper - es kann nicht mehr klingen.

Ich werde mir das alles wieder neu schaffen müssen!


Farewell

Mittwoch, 08. Juni 2016 - 03:57 Uhr

Wir hatten bereits drei Abschiedsdinner, zwei Abschiedspartys und eine Abschiedswanderung. Etliche Treffen folgen noch. Es ist wunderbar, dass wir hier so viele Freunde und Bekannte haben. Mit den Abschiedszeremonien machen wir uns noch einmal bewusst und freuen uns darüber, welch gute Zeit wir miteinander in Canberra hatten!


Countdown

Dienstag, 31. Mai 2016 - 02:11 Uhr

Meinen normalen Alltag hier zu leben wird immer schwieriger. Die Planungen laufen auf Hochtouren: Wann ausreisen? Wann einpacken lassen? Welche Umzugsfirma? Ausmisten, Papiere sortieren, Übergangswohnungen suchen….

Ich freue mich auf Irland. Bücher über das Land stapeln sich bereits in unserem Wohnzimmer. Etliche haben mir australische Freunde geschenkt. Sie sind dort aufgewachsen, haben dort Familie oder Freunde, waren dort in Urlaub. Sie freuen sich für uns. Das erleichtert den Abschied.


Vernetzt

Dienstag, 24. Mai 2016 - 08:24 Uhr

Ich werde bereits an unserem neuen Einsatzort erwartet. Dublin hat wie Canberra eine International Womens Club. Beide sind Mitglieder der Dachorganisation Opendoor. Auf meine Bitte wurde von hier ein letter of intoduction nach Dublin geschickt – das übliche Vorgehen, um jemanden zu „überweisen“. Die positive Antwort kam bereits. Es fühlt sich richtig gut an!


Nagetiere

Sonntag, 22. Mai 2016 - 00:20 Uhr

Jetzt wissen wir endlich, warum die Hängelampe im Treppenhaus noch nie funktioniert hat.

Es gibt in unserem Viertel Schwärme kleiner Papageien – wir wohnen am Fuß des Naturschutzgebietes Red Hill. Die blau-roten mögen wir besonders, Crimson Rosellas heißen sie. Einige wohnen in abgestorbenen Zweigen in den Bäumen vor unserem Haus.

Sie scheinen es zu schaffen, unter das Dach zu kriechen und die Kabel dort anzufressen. Ich weiß zwar nicht was sie davon haben, aber wir haben Kabelsalat auf dem Dach.


Kleine (Tanz-) Welt

Donnerstag, 05. Mai 2016 - 01:10 Uhr

Gestern Abend während unserer schottischen dancing-class kam Paul auf mich zu.“Ich soll Dich schön von einem Mittänzer aus Deiner Berliner Gruppe grüßen!“ Paul war mit seiner Frau in Frankreich gewesen und hatte dort über Ostern ein schottisches Tanzwochenende besucht. Dort war wohl auch Hartmuth Teilnehmer.

Die Schotten sind immer und überall - und gut vernetzt.

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